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  TuS Ickern

1912 e.V

Handballabteilung

 
 
 
Handball ist Familiensache
17.2.2011
 

 

 

Gerhard Schröder im Lauf der Zeit

 

 

 
 
 

17.02.2011  Gerhard Schröder feiert seinen 75. Geburtstag

 

Handball ist Familiensache - Gerhard Schröder

CASTROP-RAUXEL Ein "Urgestein" des TuS Ickern wurde am Donnerstag 75 Jahre alt. Gerhard Schröder ist seit mehr als einem halben Jahrhundert in dem Handballverein engagiert - dabei hat er selbst nie gespielt. Ein Porträt.

Von Jörg Laumann

Einen großen Teil aus seinem Foto-Fundus mit Bildern der Ickerner Handballer zeigte Gerhard Schröder 2003 im Rahmen einer Ausstellung. (Archivfoto: Rothe)

Dennoch gehört Gerhard Schröder, mittlerweile zum Ehrenmitglied ernannt worden, zu den prägenden Figuren des Ickerner Handballsports. 1959 schloss er sich "Eichenkreuz Ickern", dem Vorläufer der heutigen Handballabteilung des TuS Ickern, an. In den folgenden Jahren übte der gebürtige Brandenburger zahlreiche Ämter im Verein aus.

Den Grundstein zu Gerhar Schröders Laufbahn hatte Vater Werner Schröder gelegt, der ebenfalls für Eichenkreuz, 1956 als Handballabteilung des CVJM gegründet, aktiv war.

Sohn Thomas war Vorsitzender

Bis in die heutige Zeit ist der Handball bei den Schröders Familiensache geblieben. Gerhard Schröders Sohn Thomas Schröder war zwischen 2002 und 2004 Vorsitzender der TuS-Handballer, Neffe Uwe Schröder fungiert derzeit als Trainer in Ickern und beim Castroper TV. Nicht zuletzt sieht Gerhard Schröder seine Ehefrau Edeltraud als wichtige Stütze. "Sie hat in den ganzen Jahren alles geduldig mitgemacht", erklärt er.

Das Pensum, das der Jubilar im Dienste des TuS absolviert hat, war in der Tat äußerst umfangreich. Geschäftsführer der Handballabteilung, Jugend- und Herrenwart sind nur einige der Posten, die Schröder bekleidet hat.

Bemerkenswerte Erfolge als Trainer

Erst vor wenigen Tagen hat er nach fast 25 Jahren das Amt des Sozialwarts niedergelegt. "Ich muss aus gesundheitlichen Gründen ein bisschen kürzertreten", erklärt er dazu. Nach wie vor engagiert er sich aber für den Verein, unter anderem mit dem Verteilen von Plakaten für die Heimspiele und in der Anzeigen-Akquise für das Vereinsmagazin "Time Out".
 

Obwohl er selbst nie als Spieler aktiv war, feierte Gerhard Schröder ab Ende der 1960-er Jahre bemerkenswerte Erfolge als Trainer des Ickerner Nachwuchses bis hinauf zu den C-Jugendlichen. Mit der D-Jugend gelang ihm mehrfach der Gewinn des Kreismeistertitels. "Ein besonderes Erlebnis war ein Vorspiel für den damaligen Bundesligisten TuS Wellinghofen, das wir in der ausverkauften Westfalenhalle bestreiten durften", erinnert sich der 75-Jährige.

Mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet

Später begleitete er als Vereinsfunktionär und Betreuer unter anderem den zwischenzeitlichen Höhenflug der Ickerner Handballer bis hinauf in die Oberliga und war Mitte der 1990-er Jahre maßgeblich am Neubau des Vereinsheims beteiligt. Dafür wurde Schröder mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt. Der Handballverband Westfalen und im vergangenen Jahr der Westdeutsche Handballverband zeichneten ihn mit der Silbernen Ehrennadel aus.

"Wenn man etwas macht, muss man es auch vernünftig machen", lautet seine Devise. Das galt auch für Schröders zweites großes Hobby, die Musik. Über 40 Jahre blies er die Tuba im Posaunenchor Ickern/Henrichenburg. "In der Rückschau frage ich mich manchmal schon, wie ich für das alles die Zeit gefunden habe", sagt er schmunzelnd.

Seinen 75. Geburtstag feierte Gerhard Schröder, der bis Ende der 80-er Jahre als Laborant für die Gewerkschaft Victor tätig war, im kleinen Rahmen mit einem Essen für die Familie. Der nächste Anlass für ein größeres Fest zeichnet sich aber bereits ab: Edeltraud und Gerhard Schröder sind seit 48 Jahren verheiratet, steuern also auf die Goldene Hochzeit zu.