Handball ist Familiensache - Gerhard Schröder
CASTROP-RAUXEL Ein "Urgestein" des TuS Ickern wurde am Donnerstag 75 Jahre alt. Gerhard Schröder ist seit mehr als einem halben Jahrhundert in dem Handballverein engagiert - dabei hat er selbst nie gespielt. Ein Porträt.

Dennoch gehört
Gerhard Schröder,
mittlerweile zum
Ehrenmitglied
ernannt worden, zu
den prägenden
Figuren des Ickerner
Handballsports. 1959
schloss er sich
"Eichenkreuz
Ickern", dem
Vorläufer der
heutigen
Handballabteilung
des TuS Ickern, an.
In den folgenden
Jahren übte der
gebürtige
Brandenburger
zahlreiche Ämter im
Verein aus.
Den Grundstein zu
Gerhar Schröders
Laufbahn hatte Vater
Werner Schröder
gelegt, der
ebenfalls für
Eichenkreuz, 1956
als
Handballabteilung
des CVJM gegründet,
aktiv war.
Sohn Thomas
war Vorsitzender
Bis in die heutige
Zeit ist der
Handball bei den
Schröders
Familiensache
geblieben. Gerhard
Schröders Sohn
Thomas Schröder war
zwischen 2002 und
2004 Vorsitzender
der TuS-Handballer,
Neffe Uwe Schröder
fungiert derzeit als
Trainer in Ickern
und beim Castroper
TV. Nicht zuletzt
sieht Gerhard
Schröder seine
Ehefrau Edeltraud
als wichtige Stütze.
"Sie hat in den
ganzen Jahren alles
geduldig
mitgemacht", erklärt
er.
Das Pensum, das der
Jubilar im Dienste
des TuS absolviert
hat, war in der Tat
äußerst umfangreich.
Geschäftsführer der
Handballabteilung,
Jugend- und
Herrenwart sind nur
einige der Posten,
die Schröder
bekleidet hat.
Bemerkenswerte
Erfolge als Trainer
Erst vor wenigen
Tagen hat er nach
fast 25 Jahren das
Amt des Sozialwarts
niedergelegt. "Ich
muss aus
gesundheitlichen
Gründen ein bisschen
kürzertreten",
erklärt er dazu.
Nach wie vor
engagiert er sich
aber für den Verein,
unter anderem mit
dem Verteilen von
Plakaten für die
Heimspiele und in
der Anzeigen-Akquise
für das
Vereinsmagazin "Time
Out".
Mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet
Später begleitete er als Vereinsfunktionär und Betreuer unter anderem den zwischenzeitlichen Höhenflug der Ickerner Handballer bis hinauf in die Oberliga und war Mitte der 1990-er Jahre maßgeblich am Neubau des Vereinsheims beteiligt. Dafür wurde Schröder mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt. Der Handballverband Westfalen und im vergangenen Jahr der Westdeutsche Handballverband zeichneten ihn mit der Silbernen Ehrennadel aus.
"Wenn man etwas macht, muss man es auch vernünftig machen", lautet seine Devise. Das galt auch für Schröders zweites großes Hobby, die Musik. Über 40 Jahre blies er die Tuba im Posaunenchor Ickern/Henrichenburg. "In der Rückschau frage ich mich manchmal schon, wie ich für das alles die Zeit gefunden habe", sagt er schmunzelnd.
Seinen 75. Geburtstag feierte Gerhard Schröder, der bis Ende der 80-er Jahre als Laborant für die Gewerkschaft Victor tätig war, im kleinen Rahmen mit einem Essen für die Familie. Der nächste Anlass für ein größeres Fest zeichnet sich aber bereits ab: Edeltraud und Gerhard Schröder sind seit 48 Jahren verheiratet, steuern also auf die Goldene Hochzeit zu.








Von Jörg
Laumann