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Sporthalle Habinghorst geschlossen
2009
 
   
 

 

1.10.2009

Sporthalle Habinghorst

wieder

geschlossen!

 

 

Marode Sportanlagen

 

Turnhallen-Sperrungen bis mindestens November

Von Jan Große-Geldermann am 5. Oktober 2009 12:52 Uhr

Ein marodes Dach, kaputte Lampen, mehrere Sperrungen - so ist die aktuelle Situation der Turnhallen in Castrop-Rauxel. Aktuell gibt es nur noch eine Halle mit Zuschauerrängen. Aber: Auch wenn sich Stadt und Vereine um Lösungen bemühen - wirklich besser wird es erst im November.

Die Lage ist prekär: Nach der Teilsperrung der Sporthalle an der B 235 steht den heimischen Sportvereinen mit der Turnhalle des Adalbert-Stifter-Gymnasiums nur noch eine Halle mit Zuschauerrängen für den Spielbetrieb zur Verfügung. Erst Ende November, wenn die Arbeiten am Dach der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule abgeschlossen sind, ist Entspannung in Sicht.

„Das ist eine höchst unglückliche Situation. Der Stadt Castrop-Rauxel sind aber die Hände gebunden“, sagte Sportamtsleiter Wilfried Heyden. Er selbst hatte erst am vergangenen Freitag von der Sperrung der Halle an der B 235 erfahren. Denn diese fällt in die Verantwortung des Kreises, der die Halle der Stadt Castrop-Rauxel nur für den Spielbetrieb zur Verfügung stellt.

Beleuchtung sollte schon im Sommer saniert werden

Ursprünglich sollte die Beleuchtung in der Halle bereits in der Sommerpause saniert werden. Doch der Kreis, der aufgrund leerer Kassen im Haushaltssicherungsverfahren ist, bekam die nötigen Gelder von der Aufsichtsbehörde nicht bewilligt. Um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, behalf man sich mit kleineren Reparaturen an der Lichtanlage.

Doch das reicht nun nicht mehr aus. In einem Teil der Halle sind fast alle der maroden Lampen ausgefallen. Deshalb wurde dieser Bereich jetzt gesperrt. Die Halle ist nur noch zu zwei Dritteln bespielbar und damit nur noch für das Training geeignet.

"Die Arbeiten haben noch nicht begonnen"

Noch steht nicht fest, wann die Halle komplett wieder zur Verfügung steht. „Die Arbeiten haben noch nicht begonnen“, sagte Heyden, „aktuell sind die Gelder noch nicht bewilligt.“ Sobald die Genehmigung von der Aufsichtsbehörde vorliegt, soll die Sanierung starten und im Idealfall noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Sicher sei das aber nicht, sagte Heyden.

Der Sportamtsleiter will sich noch in dieser Woche mit den betroffenen Vereinen treffen, um nach einer Übergangslösung zu suchen. „Im Moment habe ich aber selbst noch keine Ahnung, wie die aussehen könnte“, sagte Heyden. Immerhin verschaffen die anstehenden Herbstferien und die damit verbundene Spielpause den Vereinen und dem Sportamt bei der Lösungssuche ein wenig Luft.

Zwei Sporthallen sind wegen Reparaturen geschlossen

 

Zusammenrücken

Castrop-Rauxel, 08.10.2009, Ralf Schacht

Zwei der drei großen Sporthallen der Stadt sind bis auf Weiteres "dicht". Reparaturen in der WBG-Halle und in der Habinghorster Halle an der B235. Für zahlreiche Vereine heißt es nunmehr "zusammenrücken". Und zwar in der ASG-Halle. Dort gibt es jetzt "Handball total".
 

Stephan Pade ist ziemlich stinkig. „Ein Unding”, wettert der Trainer des Handball-Landesligisten TuS Ickern über den Sporthallen-Supergau in Castrop-Rauxel. Über drei große Sporthallen verfügt die Europastadt, doch jetzt steht nur noch eine zur Verfügung: Die Halle des Adalbert-Stifter-Gymnasiums an der Schillerstraße.

Die müssen sich nun die drei heimischen Handball-Klubs HSG Rauxel/Schwerin, Castroper TV und TuS Ickern teilen, nachdem die Hallen an der Willy-Brandt-Gesamtschule und in Habinghorst an der B235 wegen diverser Reparaturen ganz oder zumindest für den Spielbetrieb aus dem Verkehr gezogen worden sind.

Probleme sind schon lange bekannt

 
Lobt das Entgegenkommen der beiden anderen Castrop-Rauxeler Handballvereine: Ickerns Trainer Stephan Pade. - Foto: Thomas Gödde (HG Pressefotografie)Dabei weiß der Trainer des TuS Ickern gar nicht so genau, gegen wen er seinen Zorn richten soll. Denn die Zuständigkeiten liegen nicht allein in Castrop-Rauxeler Hand, sondern auch beim Kreis in Recklinghausen. Doch das interessiert Stephan Pade gar nicht so brennend. „Fakt ist”, so der Handball-Coach, „dass die Probleme nicht erst vor ein paar Tagen aktuell aufgetreten sind, sondern schon länger bekannt waren.”

Dabei weiß der Trainer des TuS Ickern gar nicht so genau, gegen wen er seinen Zorn richten soll. Denn die Zuständigkeiten liegen nicht allein in Castrop-Rauxeler Hand, sondern auch beim Kreis in Recklinghausen. Doch das interessiert Stephan Pade gar nicht so brennend. „Fakt ist”, so der Handball-Coach, „dass die Probleme nicht erst vor ein paar Tagen aktuell aufgetreten sind, sondern schon länger bekannt waren.”

Lobt das Entgegenkommen der beiden anderen Castrop-Rauxeler Handballvereine: Ickerns Trainer Stephan Pade. - Foto: Thomas Gödde

Dabei weiß der Trainer des TuS Ickern gar nicht so genau, gegen wen er seinen Zorn richten soll. Denn die Zuständigkeiten liegen nicht allein in Castrop-Rauxeler Hand, sondern auch beim Kreis in Recklinghausen. Doch das interessiert Stephan Pade gar nicht so brennend. „Fakt ist”, so der Handball-Coach, „dass die Probleme nicht erst vor ein paar Tagen aktuell aufgetreten sind, sondern schon länger bekannt waren.”

Sportamts-Leiter Wilfried Heyden hatte gehofft, dass sich die prekäre Situation wegen des reduzierten Sportprogramms während der Herbstferien ein wenig entspannt. Doch auch das funktioniert nicht wirklich: „Wir arbeiten eng mit den betroffenen Vereinen zusammen”, so Heyden, „aber es gibt schon einige Ausfälle, die derzeit nicht unterzukriegen sind”. .

Stephan Pade sauer auf Rhynern: "Man sieht sich immer zweimal"

Handball-Landesligist TuS Ickern hat nun bereits zwei Hängepartien ohne Termin: Die Punktspiele gegen den HC Heeren-Werve und jetzt auch die Partie gegen Westfalia Rhynern. Dabei hätte es zur Absage des Spiels gegen letzteren Gegner gar nicht kommen müssen. Stephan Pade: „Die HSG Rauxel und der CTV reißen sich ein Bein aus, um für uns in der ASG-Halle noch Platz zu schaffen”, betont der TuS-Trainer, „doch Westfalia Rhynern erweist als als völlig unflexibel und hat keinen unserer Ausweichtermine akzeptiert.” So fällt die für Sonntag vorgesehene Partie aus. Und Stephan Pade wird sich das merken: „Man sieht sich immer zweimal”.

Hochbetrieb in der ASG-Halle

Dass die Handball-Klubs gut miteinander kooperieren, dokumentiert der Terminplan für das kommende Wochenende: Die beiden Damen-Teams des TuS Ickern tragen ihre Heimspiele am Samstag um 15.45 Uhr bzw. 17.30 Uhr in der ASG-Halle aus, die Damen des Castroper TV spielen dort am Sonntag um 11.45 Uhr bzw. um 13.30 Uhr. Vorher um 10.00 Uhr sind die 2. Herren des TuS Ickern am Ball. Und die beiden Herren-Teams der HSG Rauxel spielen am Sonntag um 16.00 Uhr bzw. um 18.00 Uhr. Handball total also in der ASG-Sporthalle. Bis auf Weiteres.

Wohl bis zum Jahresende werden die zahlreichen Hallensportler enger zusammen rücken müssen. Das bestätigte jetzt Wilfried Heyden. Der Leiter des Sportamtes fasst zusammen: „Die WBG-Sporthalle bleibt wegen einer Dachsanierung und gleichzeitigem Einbau einer Photovoltaik-Anlage voraussichtlich bis Ende November geschlossen. Und die Sanierung der Beleuchtung in der Habinghorster Halle an der B235 wird sich noch bis zum Jahresende hinziehen”.

Arbeiten gehen jetzt erst richtig los

Lädt die Vereine an den "runden Tisch": Sportamtsleiter Wilfried Heyden. - Foto: J.W. Reutter (WAZ)

Heyden räumt ein, dass die Probleme in beiden Hallen nicht neu sind. Bei der WBG-Halle, in städtischer Zuständigkeit, seien aus technischen Gründen Verzögerungen aufgetreten, sodass die für die Sommerferien geplante Reparatur verschoben werden musste. „Dann wurde die Photovoltaik-Anlage noch in das Projekt eingebunden”, erläutert Heyden, „die Arbeiten gehen erst jetzt richtig los”.

Auch die Probleme mit der Beleuchtung der Sporthalle der Beruflichen Schulen in Habinghorst, in Zuständigkeit des Kreises Recklinghausen, seien bereits länger bekannt, doch für eine Reparatur habe das Geld gefehlt. „Jetzt hat man es doch geschafft, Geldmittel aufzutreiben, so dass die Sanierung noch in diesem Jahr geschafft werden kann”, erläutert der Leiter des Sportamtes. Allerdings müssen die Maßnahmen nun kurzfristig ausgeschrieben werden, und das gehe halt nicht von heute auf morgen.

Lädt die Vereine an den "runden Tisch": Sportamtsleiter Wilfried Heyden. - Foto: J.W. Reutter

"Runder Tisch" am 13. Oktober

Für den kommenden Dienstag, 13. Oktober (16 Uhr), hat Wilfried Heyden die Vertreter der betroffenen Vereine ins Sportamt eingeladen, um gemeinsam einen „Notfallplan” zu erarbeiten. „Diese Situation ist sicherlich für alle unerfreulich, aber wir müssen jetzt damit klar kommen”, so Heyden, der sich zuversichtlich zeigt: „Ich habe den Eindruck, dass unter den Vereinen ein gutes Klima herrscht.”

 

Bereits im Sommer und Herbst 2004 und 2006 war die Halle

wegen Reparaturarbeiten monatelang geschlossen!