Textfeld: Vorrunde
Dienstag 19.1. 18:30 Uhr GER - POL 25:27  ( 8:12)
Mittwoch 20.1. 18:30 Uhr SLO - GER 34:34  (16:11)
Freitag   22.1. 18:15 Uhr GER - SWE 30:29 (21:18)
 Hauptrunde
Sonntag 24.1. 16:15 Uhr Ger - Fra 22:24 (10:12)
Dienstag 26.1. 18:15 Uhr  Ger - ESP  20:25 (9:14)
Donnerstag 28.1. 16:30 Uhr Ger - Tsch  26:26 (16:14)
 
 
     
 
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News zur EHF Handball EM 2010

 
   
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31.01.2010       Endspiel  Kroatien  -  Frankreich  21:25  (12:12)

Bericht von www.RTL.de

Handball-EM: Frankreich vollendet Gold-Triple

Handball-EM: Frankreich vollendet Gold-TripleFoto: dpa
Frankreichs Handballer haben ihre glanzvolle Siegesserie fortgesetzt und als neue Europameister das goldene Triple vollendet. In einem über weite Strecken hochklassigen Endspiel bezwangen die Franzosen in der Neuauflage des vorjährigen WM-Finales Kroatien mit 25:21 (12:12).

Nach dem Olympiasieg 2008 und dem WM-Titel 2009 machte das Team um Welthandballer Thierry Omeyer damit die bislang einmalige Titelserie perfekt. 'Das ist für die Ewigkeit. Das habe ich noch gar nicht richtig realisiert. Drei große Titel bei drei großen Turnieren ist einfach Wahnsinn', sagte der Kieler Schlussmann Omeyer.

Vor 11 000 Zuschauern in der ausverkauften Wiener Stadthalle warfen Nikola Karabatic (6) für Frankreich und Vedran Zrnic (7) für Kroatien die meisten Tore. 'So ist eben Sport, die Franzosen waren besser. Aber irgendwann gewinnen wir auch mal gegen Frankreich', sagte Gummersbach-Profi Zrnic.

Island hatte mit Bronze die zweite Medaille bei einem großen Turnier nach Silber bei den Olympischen Spielen 2008 gewonnen. Die Nordeuropäer setzten sich im 'kleinen Finale' gegen Polen mit 29:26 (18:10) durch. Die Isländer hatten am Vortag ihr Halbfinale gegen Frankreich mit 28:36 (14:16) verloren, die Polen gegen Kroatien mit mit 21:24 (10:9) den Kürzeren gezogen.

Der entthronte Titelverteidiger Dänemark sicherte sich durch ein 34:27 (18:13) gegen Spanien Platz fünf. Die deutsche Mannschaft war als enttäuschender Zehnter bereits vor dem Final-Wochenende abgereist. Als wertvollster Spieler des Turniers wurde der Tscheche Filip Jicha vom THW Kiel ins Allstar-Team gewählt, dem mit Igor Vori (Kroatien), Slawomir Szmal (Polen) und Olafur Stefansson drei weitere Bundesliga-Spielen angehören.

Die beiden bis zum Finale ungeschlagenen Mannschaften boten ein Endspiel mit allen Attraktionen des Handballs: Die Torhüter Omeyer (Frankreich) und Mirko Alilovic (Kroatien) glänzten mit tollen Paraden, die Spielmacher Karabatic (Frankreich) und Ivano Balic (Kroatien) zauberten mit raffinierten Anspielen, und auch die Abwehrreihen blieben sich nichts schuldig.

Zunächst bestimmte Kroatien die Partie unter Leitung der souveränen deutschen Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe aus Vellmar ('Das ist der absolute Höhepunkt in unserer Karriere'). Der WM-Zweite führte beim 4:2 (10.) erstmals mit zwei Toren. Diesen Rückstand machten der Weltmeister beim 6:6 (15.) wieder wett, ehe die Kroaten sich beim 12:9 (28.) gar auf drei Tore absetzen konnten. Allerdings ließen sich die Franzosen davon nicht beirren und glichen bis zu Pause wieder aus. Nach Wiederanpfiff drehte der Olympiasieger und Weltmeister auf, enteilte auf 17:13 (38.), musste aber trotzdem bis zum Ende zittern.

Vor den Franzosen hatten bereits die Isländer gejubelt. 'Das ist ein neues Kapitel in der Handball-Geschichte Islands. Zwei Medaillen hintereinander hat es noch nie gegeben', sagte Trainer Gudmundur Gudmundsson. Nachdem der Olympia-Zweite am Vortag nach der Halbfinal- Niederlage noch mit hängenden Köpfen vom Platz geschlichen war, tanzten die Mannen um Kreisläufer Robert Gunnarsson durch die Gänge der Wiener Stadthalle. 'Wir sind total glücklich jetzt. Wir haben nur einmal verloren und können mit erhobenen Köpfen aus Wien abreisen. Mit einer Medaille um den Hals zurückzukommen, ist ein gutes Gefühl', sagte der Legionär vom VfL Gummersbach.

 

28.01.2010       Hauptrunde Deutschland  -  Tschechien     26:26  Hz (16:14)

Bericht von www.RTL.de

Deutschlands Handballer gehören nicht mehr zu Europas Spitze und haben nur mit Glück den Absturz aus den Top Ten verhindert. Im seinem letzten Spiel der EM in Österreich vergab der WM-Fünfte in Innsbruck beim 26:26 (16:14) gegen Tschechien kläglich seinen zweiten Turniersieg.

Mit nur einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen beendet die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) die EM als Zehnter und damit dem schlechtesten EM-Ergebnis überhaupt. Nur dank des 40:32-Sieges von Spanien gegen Slowenien blieb die deutsche Mannschaft unter den ersten Zehn.

Dabei muss das Team von Bundestrainer Heiner Brand als Fünfter der Hauptrundengruppe II mit 2:8 Punkten sogar Gastgeber Österreich den Vortritt lassen, der als Fünfter der anderen Staffel 3:7 Zähler sammelte. Einen besseren Rang vergab die DHB-Auswahl in der Schlussminute gegen Tschechien, weil Michael Müller die Chance zum Siegtreffer vertändelte. 'Leider hat ein Spieler nicht die nötige taktische Disziplin gehabt. Das ist symptomatisch für dieses Turnier und das ärgert mich', monierte Bundestrainer Heiner Brand.

Nun reist die Mannschaft um Kapitän Michael Kraus nach Hause. 'Ein Punkt ist besser als eine Niederlage. Aber insgesamt war es eine enttäuschende EM', sagte der Spielmacher. Vor rund 6000 Zuschauern in der Olympiahalle konnte die DHB-Auswahl ein weitere Mal nicht überzeugen. Beste Werfer waren Lars Kaufmann (7) und Uwe Gensheimer (6/1). Torhüter Johannes Bitter befand: 'Wir haben nicht verloren. Das ist ein bisschen tröstlich.' Und Abwehrchef Oliver Roggisch meinte gar: 'Ich bin gar nicht so unzufrieden mit dem Unentschieden. Es war ein versöhnlicher Abschluss.'

'Die erste Halbzeit war in Ordnung. In der zweiten Hälfte fehlte die Kraft. Aber das war auch bei den Tschechen so', sagte Brand, der wie seine Spieler nach Hause fährt und sich auch das Finale in Wien nicht ansehen will: 'Ich muss abschalten. Das war alles sehr anstrengend. Außerdem kann ich es sowieso nicht haben, wenn andere im Endspiel sind.'

Bei ihrer Abschiedsvorstellung von der EM musste die deutsche Mannschaft ohne Holger Glandorf auskommen. Der Rückraumspieler hatte bei der 20:25-Niederlage gegen Spanien eine schwere Prellung des Oberschenkelknochens direkt oberhalb des Knies erlitten. Der Lemgoer muss 14 Tage pausieren.

Ohne den Linkshänder kam das DHB-Team in den ersten Minuten des letzten EM-Spiels überhaupt nicht zurande. Mit schwachen Torwürfen vergab die deutsche Auswahl wieder einmal zu viele Chancen. Erst der 0:3-Rückstand (7.) schien die Blockade in den Köpfen der Spieler zu lösen. Das Ende der Torflaute durch Lars Kaufmann mit dem Treffer zum 1:3 (8.) war die Initialzündung. Mit fünf Treffern hintereinander drehte die Mannschaft den Rückstand in eine 5:3-Führung.

Bundestrainer Brand wartete mit einer taktischen Überraschung auf. Statt der üblichen 6:0-Abwehr bot er diesmal eine offensive 5:1- Formation auf, in der Kreisläufer Christoph Theuerkauf Tschechiens Ausnahmespieler Filip Jicha (Kiel) in Manndeckung nahm. So waren die Kreise des Champions-League-Torschützenkönigs weitgehend eingeschränkt. Zwar glichen die Tschechen beim 9:9 (18.) noch einmal aus. Doch die deutsche Mannschaft behielt ihre Linie bei, setzte sich auf 13:10 (25.) ab und ging mit einer 16:14-Führung in die Pause.

Statt schnellen und schönen Handballs boten beide Teams im Kampf um einen Platz unter den ersten Zehn in der EM-Endabrechnung ein zähes Ringen. Dabei erarbeitete sich die DHB-Auswahl vor allem durch den dynamischen Kaufmann Vorteile. Der Rückraumspieler sorgte mit seinen Treffern sechs und sieben für das 19:16 (38.) und damit den erneuten Drei-Tore-Vorsprung. Doch dem deutschen Team war der Kräfteverschleiß anzumerken. So gab es den Vorteil wieder aus der Hand.

 

26.01.2010       Hauptrunde Deutschland  -  Spanien     20:25  Hz (9:14)

Bericht von www.RTL.de

Die deutschen Handballer müssen erstmals seit zehn Jahren vorzeitig von einer EM abreisen. Im zweiten Hauptrunden-Spiel erlitt der WM-Fünfte in Innsbruck mit dem 20:25 (9:14) die dritte Turnier-Niederlage und kann nicht mehr das Spiel um Platz fünf in Wien erreichen.

Damit ist die schlechteste EM-Platzierung der deutschen Mannschaft seit dem neunten Platz im Jahr 2000 besiegelt. 'Ich habe vielleicht auch gedacht, dass die Mannschaft einen Schritt weiter wäre', sagte Bundestrainer Heiner Brand, nahm seine eher unerfahrene Mannschaft aber zugleich in Schutz.

'Sie wollte schon, aber es war ein körperliches Problem', sagte er: 'Ich habe mich auch sehr geärgert, aber mit ein bisschen Abstand habe ich für einiges Verständnis, weil ich weiß, dass die Mannschaft alles gibt.' Mit einem Sieg gegen Tschechien können seine Schützlinge, die mit einem gequälten Lächeln den Fans nach der Partie dankten, maximal noch Platz vier in der Hauptrundengruppe I erreichen.

Vor nur rund 5000 Zuschauern bot die deutsche Mannschaft eine ernüchternde Leistung. Sie agierte vor allem im Angriff unbeholfen und planlos. Im Gegensatz zu den leidenschaftlichen Auftritten bisher ließen die Akteure des Deutschen Handballbundes (DHB) jegliches Aufbäumen vermissen. 'Wir haben uns in den ersten Minuten von der Härte der Spanier den Schneid abkaufen lassen', meinte Kapitän Michael Kraus. Die Spanier seien hochmotiviert gewesen, 'bei denen ging es um alles, wir hatten theoretisch noch die Chance auf Platz fünf'.

Wie angekündigt verzichtete Brand trotz des verpassten Halbfinals auch im zweiten Spiel der Hauptrunde zunächst auf Experimente. Man habe eine Verantwortung gegenüber dem Handball und müsse sich entsprechend präsentieren, hatte der Coach vor der Partie verlangt. Allerdings setzten seine Spieler diese Forderung zunächst mehr schlecht als recht um. Technische Fehler und schwache Torabschlüsse sorgten wie in den vorangegangenen Partien für Ballverluste. 'Es ist eine Ansammlung von einfachen Dingen. Ich sehe das als körperliches Problem an', meinte Brand nach dem Match, in dem sein Team nach sieben Minuten mit 1:3 zurücklag.

Die Ideenlosigkeit gegen die robuste und zupackende Abwehr der Spanier verhinderte ein flüssiges Kombinationsspiel. Immer wieder rannten sich die Mannen um Kraus in Einzelaktionen im spanischen Deckungsblock fest. Allerdings boten auch die Iberer im Duell der Weltmeister von 2005 und 2007 keine Glanzleistung. So hielt die DHB-Auswahl den Rückstand bis zum 6:8 (19.) in Grenzen.

Doch eine Chance auf den angestrebten Ausgleich konnte sich der WM-Fünfte nicht erspielen. Stattdessen hatten die deutschen Spieler nun auch noch Wurfpech und trafen mehrmals Latte und Pfosten. Die Spanier hingegen machten es besser. Die DHB-Auswahl geriet so Tor um Tor weiter uns Hintertreffen, lag beim 7:12 (24.) erstmals mit fünf Treffern zurück und konnte dies bis zum 9:14-Pausenstand nicht mehr wettmachen.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Brand durch und gab den Spielern mit zuletzt wenigen Einsätzen eine Chance. Im Tor ersetzte der Berliner Silvio Heinevetter den Hamburger Johannes Bitter, im linken Rückraum kam Sven-Sören Christophersen (Wetzlar) für Lars Kaufmann (Göppingen) und am Kreis agierte Göppingens Manuel Späth für den Magdeburger Christoph Theuerkauf. In dieser Besetzung kassierte die DHB-Auswahl einen 10:17-Rückstand (34.).

Vor allem in Sachen Effektivität bekamen die Deutschen eine Lektion erteilt. Nach weit weniger als 50 Prozent getroffener Torwürfe in der ersten Halbzeit steigerte sich die Quote auch in den zweiten 30 Minuten nicht. Die Spanier hingegen blieben konsequent beim Nutzen ihrer Torchancen und setzten sich vorentscheidend auf 23:16 (53.) ab.

 

24.01.2010       Hauptrunde Deutschland  -  Frankreich     22:24  Hz (10:12)

Die deutschen Handballer haben den erhofften Überraschungserfolg gegen Olympiasieger und Weltmeister Frankreich verpasst und die Chance auf eine EM-Medaille damit wohl verspielt.

Im der ersten Hauptrundenpartie unterlag die DHB-Auswahl dem Titelfavoriten in Innsbruck trotz einer erneut guten kämpferischen Leistung am Ende knapp mit 22:24 (10:12).

Bei 1:5 Punkten kann das Team von Bundestrainer Heiner Brand die Vorschlussrunde nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Eine starke erste Halbzeit, eine bravouröse Aufholjagd in der Schlussphase sowie eine Klasseleistung von Torwart Johannes Bitter (HSV Hamburg) genügten der deutschen Mannschaft letztlich nicht, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Europas Handball trägt Trauer

Europas Handball trägt Trauer. Der frühe Krebstod von Oleg Velyky hat weit über die deutsche Nationalmannschaft hinaus einen Schock hinterlassen und für Bestürzung gesorgt.

Im Mannschafts-Quartier bei der Europameisterschaft in Innsbruck rangen insbesondere dessen Hamburger Mitspieler um Fassung und um Worte. 'Oleg war ein guter Freund, ein toller Handballer und hat durch seinen Kampf gegen Verletzungen und die schwere Krankheit uns allen imponiert', sagte der sichtlich bewegte polnische Auswahlspieler Marcin Lijewski.

Der deutsche Nationalspieler Oleg Velyky war am 23. Januar in Kiew im Alter von nur 32 Jahren an Krebs gestorben. 'Oleg Velyky hat den europäischen Handball wesentlich bereichert und er wird von Jedermann in der Handball-Familie aufrichtig vermisst werden', erklärte Tor Lian (Norwegen), Präsident der Europäischen Handball-Föderation (EHF).

Der gebürtige Ukrainer Velyky, der seit 1. April 2004 die deutsche Staatsbürgerschaft besaß, hatte sich zuletzt in sein Heimatland zurückgezogen. Der pausierende Nationalspieler und Club-Kollege Pascal Hens berichtete, dass Velyky zuvor alle Behandlungen abgebrochen hatte. 'Ich bin schockiert', gestand Frankreichs Olympiasieger Guillaume Gille, 'ich habe Oleg noch vor einigen Monaten gesehen, da hatte ich aber schon das Gefühl - wie soll ich sagen: Seine Zeit kommt. Oleg hat immer gekämpft und uns damit tief beeindruckt.'

Mit Willensstärke und Disziplin und für Frau Kataryna und Sohn Nikita hatte Oleg Velyky sich sieben Jahre lang gegen den nicht zu besiegenden Hautkrebs gewehrt. 'Im Endeffekt war wohl von Anfang an keine Chance da, den Krebs zu besiegen. Ich gehe davon aus, dass es jetzt auch eine Erlösung für ihn war wegen all der Schmerzen. Er hatte keine Kraft mehr zum Telefonieren oder Laufen', berichtete Pascal Hens.

Bundestrainer Heiner Brand hatte Tränen in den Augen, als Ulrich Strombach in Innsbruck mit brüchiger und belegter Stimme bekanntgegeben hatte, 'dass unser Nationalspieler und Freund Oleg Velyky seinen Kampf gegen die tückische Krankheit verloren hat'. Der Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) würdigte ihn als 'untadeligen Sportsmann' und 'Kämpfer im Handball und um sein Leben'. 'Man hat gehofft, dass es ein Wunder gibt. Aber wenn man dann mit der Realität konfrontiert wird, ist das ein Schock', sagte der emotional bewegte Brand, 'man denkt über Situationen mit ihm nach.'

Wie Blei lastete die Trauer über dem deutschen Lager. Trotzdem absolvierten die Spieler bewundernswert tapfer den an spielfreien Tagen obligatorischen Treff mit Medienvertretern. 'Selbst die, die nicht mit ihm zusammen gespielt haben, sind total traurig', erzählte Kapitän Michael Kraus, 'es ist sehr schwer, in so einer Situation Worte zu finden. Das geht mir sehr nahe.'

Der Handball kam nur zögerlich in den Fokus der Nationalspieler zurück. Und dann auch nur in Verbindung mit Velyky, zu dessen Gedenken sie zum Auftakt der EM-Hauptrunde gegen Frankreich Trauerflor anlegen wollten. 'Er war unser Freund. Wir werden versuchen, den Kopf frei zu bekommen und auch für ihn zu spielen', sagte Kraus. 'Sport ist immer auch eine Möglichkeit zur Ablenkung. Vielleicht können wir das so besser verarbeiten als wenn jeder allein auf seinem Zimmer sitzt', meinte der Bundestrainer.

Lediglich vier Spiele hatte Velyky wegen Verletzungen und seines Krebsleidens seit 2008 für den HSV Hamburg bestritten. Im DHB-Dress war er nach 59 Länderspielen für die Ukraine 38 Mal aufgelaufen, zuletzt im EM-Eröffnungsspiel 2008 in Norwegen gegen Weißrussland, in dem er nach wenigen Minuten zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss erlitt. 'Wir haben Hochachtung vor dem HSV Hamburg, der seinen Spieler nie fallengelassen hat', sagte Strombach. Und HSV-Präsident Andreas Rudolph erklärte 'tief erschüttert': 'Die gesamte Handballwelt verliert mit Oleg Velyky eine große Persönlichkeit.'

 

23.01.2010     Oleg Velyky gestorben!

WR, Sport, 23.01.2010, DerWesten

  Bild: WR

Hamburg. Der frühere Handball-Nationalspieler und Ex-Essener Oleg Velyky von Bundesligist HSV Hamburg ist in der Nacht zu Samstag in Kiew seinem Krebsleiden erlegen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der sportliche Leiter der Hamburger, Christian Fitzek.

Velyky wurde 32 Jahre alt, er hinterlässt seine Ehefrau Kataryna und den sechsjährigen Sohn Nikita. 'Wir sind angesichts der überaus traurigen Nachricht tief erschüttert. Die gesamte Handballwelt verliert mit Oleg Velyky eine große Persönlichkeit. Ich bin in meiner Trauer und mit all meinen Gedanken bei Olegs Familie und Angehörigen', sagte HSV-Präsident Andreas Rudolph. Im September 2003 war bei dem gebürtigen Ukrainer erstmals ein malignes Melanom diagnostiziert worden.

Krebsleiden erlegen

Nach einer ersten Therapie spielte Velyky zunächst wieder Handball und gehörte 2007 auch zum Kader der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die Weltmeister wurde. Aufgrund einer Verletzung bestritt er damals allerdings kein Spiel. Insgesamt bestritt er 38 Länderspiele für Deutschland, zuvor war er 59 Mal für sein Heimatland Ukraine aufgelaufen. Im März 2008 musste er sich einer erneuten Hautkrebsoperation unterziehen. Ein Jahr später feierte er dann noch einmal ein kurzes Comeback beim HSV.

Insgesamt lief Velyky vier Mal für den HSV auf und erzielte dabei sechs Tore. Zuvor spielte er drei Jahre bei den Rhein-Neckar Löwen und von 2001 bis 2005 bei Tusem Essen. Velyky soll in seiner Heimat, wo er sich bereits die vergangenen Monate meist aufgehalten hatte, beigesetzt werden.

22.01.2010     Deutschland - Schweden   30:29  (21:18)

Bericht von www.RTL.de

Die deutschen Handballer haben mit Nervenstärke das drohende Aus bei der EM in Österreich vermieden und sind in die Hauptrunde eingezogen. Der WM-Fünfte gewann in Innsbruck das Spiel um Alles oder Nichts gegen Schweden mit 30:29 (21:18).

Durch die bislang beste Turnierleistung zog das DHB-Team als Gruppendritter in die zweite Runde ein. Dort startet die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am 24. Januar an gleicher Stelle gegen Olympiasieger Frankreich. Die weiteren Gegner in der Hauptrundengruppe 2 sind Spanien als Sieger der Gruppe D am 26. Januar und Tschechien (Gruppendritter) am 28. Januar.

'Das geht schon sehr an die Nerven', sagte Bundestrainer Heiner Brand. 'Dass die Mannschaft in die Hauptrunde eingezogen ist und dort jetzt Erfahrung sammeln kann, ist sehr schön. Mit dem Selbstvertrauen können wir den einen oder anderen Großen noch ärgern, und das ist noch schöner. Jetzt haben wir nur noch zu gewinnen.'

Vor 8200 Zuschauern in der erneut ausverkauften Olympiahalle zeigte die deutsche Mannschaft in Heimspiel-Atmosphäre eine enorme Steigerung zu den Spielen gegen Polen (25:27) und Slowenien (34:34) und kämpfte sich so aus der Krise. Beste deutsche Werfer waren Holger Glandorf (8) und Torsten Jansen (7/3). Im Tor bot der Berliner Silvio Heinevetter eine starke Leistung. 'Von uns fällt eine große Anspannung ab, wir sind einfach nur glücklich', sagte Heinevetter. 'Das wäre ein Riesen-Debakel gewesen, aber die Mannschaft hat ein Riesen-Kämpferherz bewiesen und verdient gewonnen.' Abwehrchef Oliver Roggisch sah in der 52. Minute nach drei Zeitstrafen die Rote Karte, war am Ende aber dennoch happy. 'Wir haben heute endlich mal zwei gute Halbzeiten gespielt', sagte er. 'Wir haben zwar nur einen Punkt, aber wir werden jetzt wieder versuchen, jedes Spiel zu gewinnen.'

'Jetzt sind wir richtig drin im Turnier', behauptete Torhüter Johannes Bitter angesichts des leidenschaftlich erkämpften 34:34 gegen Slowenien zwei Tage zuvor. Dies demonstrierte der EM-Vierte gegen Schweden von der ersten Minute an. Mit bislang bei diesem Turnier ungewohnter Treffsicherheit bestimmte die deutsche Mannschaft vom Anpfiff weg das Geschehen. Dem schnellen 3:1 (5.) folgten zwar noch einmal der 5:5-Ausgleich (8.) und ein 8:9-Rückstand (13.). Doch unbeirrt und hochkonzentriert zog der WM-Fünfte mit dem wieder erstarkten Kapitän Michael Kraus an der Spitze sein Spiel auf.

Die Kombinationen im Angriff wurden flüssig vorgetragen, nur wenige Würfe verfehlten das schwedische Tor und die in den beiden Partien zuvor prägenden Fehler en Masse blieben aus. 'Wir müssen versuchen, zum heißen Herzen auch einen kühlen Kopf zu haben', hatte Spielmacher Michael Haaß gefordert. Dies setzte er mit seinen Teamkollegen auch um. Drei Treffer hintereinander sorgten für eine 11:9-Führung (15.), die der starke Linksaußen Torsten Jansen mit seinem Treffer zum 15:12 (22.) auf drei Tore ausbaute.

'Wir müssen diszipliniert spielen', hatte Holger Glandorf als Plan ausgegeben. Dies beherzigte die deutsche Mannschaft, die dank einer Trefferquote von 70 Prozent mit einer 21:18-Führung in die Pause ging. Dennoch war auch der Vorteil von 23:19 (33.) nicht groß genug, um die Skandinavier abzuschütteln. Schwedens Schlussmann Mattias Andersson vom Bundesligisten TV Großwallstadt steigerte sich und fischte zahlreiche Würfe der deutschen Spieler weg. Beim 23:22 (40.) war der Vorsprung bis auf ein Tor zusammengeschmolzen.

'Das wird eng bis zum Schluss bleiben', prophezeite Rückraum-Ass Glandorf. Wie beim letzten Aufeinandertreffen beim Supercup im vergangenen Oktober, als sich beide Kontrahenten 30:30 trennten, konnte sich keine der beiden Mannschaft einen vorentscheidenden Vorteil verschaffen. Erst in der Schlussphase sorgten Glandorf und Jansen beim 29:27 (56.) wieder für eine Zwei-Tore-Führung, die die deutsche Mannschaft den Sieg bescherte.

 

20.01.2010     Slowenien - Deutschland    34:34  (16:11)

Bericht von www.RTL.de

Mit einem unvergleichlichen Kraftakt haben die deutschen Handballer bei der EM in Österreich im ersten Endspiel um den Einzug in die Hauptrunde ein Remis erkämpft.

Nach bereits sechs Toren Rückstand schaffte der WM-Fünfte in Innsbruck gegen Slowenien noch ein 34:34 (11:16). Durch den mit Leidenschaft und riesiger Moral erarbeiteten Punkt kann sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) weiter Hoffnungen auf die angestrebte Hauptrunde machen. 'Es ist ein kleines Wunder, dass wir ein Unentschieden geschafft haben', sagte Bundestrainer Heiner Brand erleichtert.

Im dritten Spiel trifft der EM-Vierte am 22. Januar auf Schweden. Die erste Partie der Vorrundengruppe C hatte die deutsche Mannschaft gegen Polen mit 25:27 verloren. Bester DHB-Werfer war Christoph Theuerkauf, der mit seinem siebten Treffer in der 59. Minute den Punktgewinn sicherstellte.

Die deutsche Mannschaft erwischte einen Fehlstart wie selten. Dem EM-Vierten gelang nichts. Das Team um Spielmacher Michael Kraus agierte nervös und fahrig. Haarsträubende Fehler prägten das deutsche Spiel. Vor dem slowenischen Tor wurden selbst gut herausgespielte Torchancen kläglich vergeben. Bundestrainer Brand nahm schon nach neun Minuten beim Stand von 0:4 eine Auszeit, um seine Akteure zu mehr Konzentration zu ermahnen.

Doch wie am Vortag besserte sich der Auftritt des WM-Fünften nicht. Holger Glandorf beendete mit seinem Treffer zum 1:4 (10.) zwar die Torflaute, konnte seinem Team damit aber keine Initialzündung geben. Statt den Rückstand aufzuholen, verlor das DHB-Team immer weiter an Anschluss. Mit leichten Treffern gegen die ungewohnt löchrige deutsche Abwehr und Kontertoren zog Slowenien davon. Den 3:10-Rückstand (18.) registrierten die deutschen Fans mit versteinerten Mienen.

An der Seitenlinie gestikulierte Heiner Brand wie wild, besprach sich immer wieder mit seinem Co-Trainer Martin Heuberger und schien doch keine Lösung für das katastrophale Offensiv-Spiel zu finden. Lediglich die Glanzparaden von Torhüter Johannes Bitter gaben Anlass zur Hoffnung, dass das DHB-Team doch noch ins Spiel finden könnte. Doch bis zur Pause konnte der EM-Vierte lediglich um zwei Tore auf 11:16 verkürzen.

Nach Wiederanpfiff keimte neue Hoffnung auf eine Aufholjagd auf, als der agile Kreisläufer Theuerkauf auf 13:17 (32.) verkürzte. Danach kehrte die lang vermisste Leidenschaft ins deutsche Team zurück. Angetrieben von wieder lautstarken Anhängern kam der WM- Fünfte durch zwei Tore von Spielmacher Michael Haaß, der wiederum weit mehr Einsatzzeiten als der um seine Form ringende Kraus hatte, auf 24:26 (45.) heran und durch den überragenden Theuerkauf auch noch zum Ausgleich.

Nicht zum Einsatz kam Christian Schöne. Der Rechtsaußen war wenige Stunden vor der Partie gegen Slowenien zur deutschen Mannschaft gestoßen. Der 28-Jährige soll Stefan Schröder ersetzen. Der Hamburger hatte am Dienstag bei der 25:27-Niederlage gegen Polen einen Riss im Trommelfell des linken Ohrs erlitten und war noch am Abend im Uni- Krankenhaus operiert worden. Am Mittwochmorgen hatte er mit dem Zug die Heimreise nach Hamburg angetreten. Schröder darf zwei Wochen lang keinen Sport treiben.

20.01.2010       Regisseur sucht Form - Kraus: Kein Rhetorik-Kurs

Bericht von www.RTL.de

Am Anfang des Spiels saß er auf der Bank, am Ende der Partie auch wieder: Die Handball-EM in Österreich hat für Michael Kraus nur mit Teileinsätzen begonnen. Der deutsche Spielmacher war bei der 25:27-Auftaktniederlage in Innsbruck mehr Zuschauer als Akteur.

Noch immer ist der Kapitän nicht in bester Verfassung, wenngleich er beteuert: 'Die Formkurve zeigt nach oben.' 'Wir waren auch vom Kopf her nicht in der Lage, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen', kritisierte Bundestrainer Heiner Brand. Ohne Namen zu nennen richtete sich der Rüffel an seine Spielleiter Kraus und Michael Haaß, die die Mannschaft auf dem Feld führen sollen. Michael Kraus aber, vom Hallensprecher in Innsbruck überschwänglich als 'das Gehirn der deutschen Mannschaft' ausgerufen, kämpft mehr mit seiner eigenen Form. Das im Sommer operierte linke Knie ist immer noch leicht entzündet und bandagiert. 'Wahrscheinlich war die Belastung zu früh zu hoch', sinnierte er.

Die Ärzte hatten ihm zu einer Spielpause während des gesamten Dezembers geraten. 'Aber das ging nicht', behauptete Kraus und erklärte: 'Die Zeit, sich zu regenerieren und um seinen Körper zu kümmern, ist nicht da. Solchen Preis zahlt man, um bei einer EM zu spielen. Ich will immer bei EM und WM spielen.'

Für Kraus kommt die EM inmitten einer für ihn schwierigen Saison. Bei seinem Club TBV Lemgo läuft es nicht rund. Ein früher Trainerwechsel von Markus Baur zu Volker Mudrow brachte nicht den erwünschten sportlichen Aufwärtstrend. 'Ich habe nicht gedacht, dass wir so viel Unruhe haben würden. Wir hatten ein, zwei gewaltige Aussetzer', bekannte Kraus. Der Kampf in der Bundesliga um einen Champions-League-Platz scheint für den Tabellensiebten schon verloren.

Mit seinem öffentlich bekundeten Wunsch, in der 'Königsklasse' spielen zu wollen, hatte Kraus für zusätzliche Aufregung gesorgt, weil er deswegen umgehend mit dem Liga-Kontrahenten Rhein-Neckar Löwen in Verbindung gebracht wurde, obwohl er bis 2012 vertraglich an Lemgo gebunden ist. 'Ich bleibe dabei: Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft muss in der Champions League spielen. Das will ich mit dem TBV Lemgo erreichen', beteuert der 26-Jährige seither und versprach, künftig besser darauf zu achten, was er sagt. 'Learning by doing. Rhetorik-Kurse wurden mir schon oft angeboten, aber ich habe immer dankend abgelehnt', sagte er.

Während Kraus in den kommenden Spielen bei der EM sein Potenzial ausschöpfen will, ist das Turnier für den Hamburger Stefan Schröder bereits nach der ersten Partie beendet. Der Rechtsaußen erlitt einen Riss im Trommelfell des linken Ohrs, wurde noch am Dienstagabend im Uni-Krankenhaus in Innsbruck operiert und reiste am Mittwoch mit dem Zug nach Hause. Für ihn wurde der Göppinger Christian Schöne nachnominiert, der bereits im zweiten EM-Spiel gegen Slowenien zum Einsatz kommen sollte.

 

19.01.2010     DHB-Team verpatzt EM-Start - Brand: Verdient

Bericht von www.RTL.de

Die deutschen Handballer haben nach einem Fehlerfestival und schwacher Wurfquote den Start in die Europameisterschaft verpatzt. Zum Auftakt des Turniers erlitt der EM-Vierte in Innsbruck mit 25:27 (8:12) die befürchtete Niederlage gegen den WM-Dritten Polen.

Das deutsche Team steht in seinem zweiten Spiel der Vorrundengruppe C gegen Slowenien am folgenden Tag bereits unter Zugzwang. 'Wir haben seit langem unser schlechtestes Spiel gemacht. Jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel. Ich hoffe, dass jetzt alle aufgewacht sind', sagte Kapitän Michael Kraus.

Bundestrainer Heiner Brand kritisierte die hohe Fehlerquote. 'Dass wir so viele Bälle leichtfertig abgegeben haben, war der Grund für die Niederlage. Das Spiel wurde im Angriff verloren. Darüber müssen wir nachdenken, wenn wir in den nächsten beiden Spielen bestehen wollen', monierte er und rügte 'Undiszipliniertheiten im Angriff'. Hoffnung auf den wichtigen Sieg gegen Slowenien machten ihm die Abwehr und die Moral. 'Die kämpferische Leistung kann man nur bewundern', sagte er. Abwehrchef Oliver Roggisch pflichtete ihm bei: 'Wir haben immer an uns geglaubt. Wenn wir daran anknüpfen, wird es ein gutes Turnier.'

Vor 8200 Zuschauern in der ausverkauften Olympiahalle war Lars Kaufmann (7) bester Werfer in einer nervösen deutschen Mannschaft. Neben dem Spiel verlor die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auch Rechtsaußen Stefan Schröder, der mit Verdacht auf einen Riss im Trommelfell zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht wurde.

Zur 53. Auflage des Dauer-Duells wartete Brand mit einer Überraschung auf. Statt Kraus begann die deutsche Mannschaft mit Michael Haaß auf der Spielmacher-Position. Nach ausgeglichenem Beginn aber geriet die DHB-Mannschaft mit 4:6 (10.) ins Hintertreffen. Danach reagierte der Bundestrainer, stellte die Formation um und brachte Kraus. Doch allein die Leidenschaft konnte die zahlreichen Fehler vor allem im Angriff nicht kompensieren. Zu viele Würfe landeten entweder in den Händen von Polens Torhüter Slawomir Szmal oder kamen erst gar nicht bis dorthin. Trotzdem glich Kaufmann zum 6:6 (16.) aus. Dass die deutsche Mannschaft auch weiterhin mit dem Gruppenfavoriten auf Augenhöhe agierte, lag zum einen an der starken Abwehr und an Torhüter Johannes Bitter, der unter anderem zwei Siebenmeter parierte.

Allerdings sündigte der EM-Vierte fortwährend in der Offensive. Immer wenn die Chance zur Führung bestand, sorgten leichte Ballverluste dafür, dass Polen wieder ins Spiel kam. In den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit kam es dann knüppeldick: Vier Gegentreffer nacheinander brachten den WM-Fünften nach dem 8:8 (27.) zur Pause mit 8:12 in Rückstand. Kurz zuvor hatte Schröder das Verletzungspech ereilt.

'Unsere Konzentration wird größer sein als in den Testspielen. Deswegen mache ich mir keine Sorgen', befand Kraus angesichts der durchwachsenen Vorbereitung. Vornehmlich im Angriff aber war davon nicht viel zu sehen. Gegen die ebenfalls nicht überzeugenden Polen blieb die Chancenverwertung größtes Manko. Der WM-Dritte hingegen traf angeführt vom starken Karol Bielecki fast nach Belieben. In der 40. Minute lag die deutsche Mannschaft mit 12:18 zurück, kämpfte sich aber nochmal auf 23:25 in der vorletzten Minute heran. Mehr ging nicht.

Bilder von Dpa

Deutschlands Abschneiden bei der EM-Turnieren

 

Die deutsche Handball-Auswahl konnte bislang einmal den Titel bei Europameisterschaften erkämpfen. 2004 besiegten die DHB-Herren Gastgeber Slowenien im Finale mit 30:25 (16:10). Die Platzierungen im Überblick:
Jahr Ausrichter Platz
1994 Portugal 9
1996 Spanien 8
1998 Italien 3
2000 Kroatien 9
2002 Schweden 2
2004 Slowenien Europameister
2006 Schweiz 5
2008 Norwegen 4