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  TuS Ickern

1912 e.V

Handballabteilung

 
 
 
Die wilden Mädels
24.Januar 2011
 
   
 

WR Castrop-Rauxel, 24.01.2011, Christoph Winkel

Feiern können sie schon wie die Großen: die weibliche E-Jugend des TuS Ickern. 12:12 endete das Meisterschaftsspiel gegen den HSC Eintracht Recklinghausen. Drei Spieltage vor dem Saisonende stehen sie somit uneinholbar an der Spitze. Die Kreismeisterschaft geht erneut nach Ickern. Das musste gebührend gefeiert werden. Natürlich standesgemäß. Mit Kindersekt. „Schon in der Kabine haben wir die Korken knallen lassen“, sagt Claudia Dijkstra

  Bild WR

Die Trainerin ist die Mutter des Erfolgs. Zwei Mal pro Woche trifft sie sich mit ihren neun- bis zehnjährigen Mädels zum Training. Die Beteiligung liegt bei fast 100 Prozent. „Im Vergleich zu den anderen Mannschaften haben wir einen sehr großen Kader. Doch alle Kinder kommen mit Freunde zum Training. Es macht riesigen Spaß“, erklärt Dijkstra. Dass die eine oder andere Spielerin nicht ganz so häufig zum Einsatz kommt, ist zweitrangig.

Jahrelang spielte die 41-Jährige bei DJK Saxonia Dortmund, wechselte dann zum TuS Ickern und beendete ihre aktive Karriere vor zwei Jahren. Ihre Tochter Naara Scheumann steht bei der E-Jugend zwischen den Pfosten, wird aber auch im Feld ausgebildet. „Darauf lege ich viel Wert. Unsere Torhüterinnen spielen auch draußen.“

Der Spaß steht bei den Trainingseinheiten stets im Vordergrund, die meiste Zeit wird mit dem Ball gespielt. „Der Rest kommt von alleine“, sagt die Trainerin. Unterstützt wird sie von Celia Ittermann und Laura Thelen. Die beiden Co-Trainerinnen spielen in der Ickerner B-Jugend.

Obwohl die Mädels noch so jung sind, ist es die mannschaftliche Geschlossenheit, die das Team auszeichnet und so erfolgreich macht. Die Spielerinnen kommen aus allen Stadtteilen nach Ickern, verstehen sich auch außerhalb der Sporthallen prächtig. Dass Kindergeburtstage nicht Mittwochs oder Donnerstags stattfinden, ist fast selbstverständlich. Denn dann wird trainiert.

Selbst wenn mal ein Finger in Gips gelegt ist, oder eines der Mädels an Krücken gehen muss, lassen sie ihre Mannschaft nicht im Stich. „Dann feuern sie das Team eben an“, erklärt Dijkstra und lacht.